Maik Wieczorrek und weitere Helfer waren vom 11. Juli bis Anfang August 2011 erneut zu einer Hilfsaktion im Himalaya unterwegs. In einem Film erfahren Sie mehr über die diesjährige Reise in die Bergdörfer der Region Ladakh. Hier der Bericht als PDF.
Im August dieses Jahres kam es in Ladakh auf Grund des Klimawandels zu einem Unwetter mit fast 200 Toten, 1000 Verletzten, vielen Obdachlosen und grossen Verwüstungen. Besonders betroffen waren die Hauptstadt Leh sowie der nahe, weiter östlich im Industal, liegende Ort Choglamsar, ein ehemaliges tibetisches Flüchtlingslager. So wurden unzählige Häuser weggespült, das Krankenhaus von Leh überflutet und auch wichtige kommunikative Anlagen zerstört. Grosse Probleme bereiteten auch die Zerstörung von Strassen und Brücken, so das es nicht möglich war Hilfe auf dem Landweg zu leisten. (Artikel zur Hilfsaktion)
In den entlegenen Gebieten, den sogenannten „Remote Areas“, die schon ohne Flut schlecht zu erreichen sind, wurden Gebiete vollständig von der Aussenwelt abgeschnitten. Menschen kamen dort zum Glück nicht zu schaden, was ein grosses Glück ist und worüber wir sehr froh sind. Die Lage ist aber alles Andere als entspannt. So wurden Felder mit Geröll bedeckt, wichtige Bewässerungsanlagen, Mühlen und Fusswege zerstört. Somit ist auch die Ernte für 2010 verloren, Mehl konnte nicht gemahlen werden und der Transport von Aussen ist sehr beschwerlich. Das bedeutet, der Winter in den Bergen wird noch härter als er normalerweise schon ist. Hunger wird den Winter bestimmen. Erst im Frühjahr kann mit den Reparaturarbeiten begonnen werden.
Damit die Hilfe koordiniert in den Dörfern ankommt, wurde ein Komitee vor Ort gegründet, welches die Schäden aufgenommen hat und so gezielt die Hilfe lenkt. Auch wir wollen helfen. In der Nähe des Ortes Dibling, dort wohnt einer unserer Amchis, wurde die Brücke eines wichtigen Fussweges zerstört. Wir wollen den Aufbau dieser Brücke finanziell unterstützen. Einen Teil des Geldes hat Käthi Roth schon überreicht, aber es reicht noch nicht. Es werden insgesamt 2000 - 3000€ benötigt. Dieses Geld muss von uns zusätzlich erbracht werden, da wir unsere medizinische Hilfe über das Jahr trotzdem sicherstellen müssen. Deswegen sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Viele von Ihnen haben schon geholfen, dafür, im Namen der Bewohner von Dibling unseren herzlichsten Dank!
Spendenkonto des "Ladakhpartners-Partnership Local Doctors e.V.
"Ladakhpartners-Partnership Local Doctors e.V.
Rhön-Rennsteig-Sparkasse
Kto:1360133913
BLZ: 84050000
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Ziel des Projektes Ladakhpartners ist es, unterstützende Hilfe auf medizinischem Gebiet zu leisten. Die Gesundheitsversorgung wird durch die Amchis, die lokalen Naturärzte sichergestellt. Die Amchis der Transsingela Area haben ihr Wissen seit Generationen mündlich überliefert erhalten.
Ladakhpartners leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Um der in grosser Armut und unter harten klimatischen Bedingungen lebenden Bevölkerung zu helfen, werden die tibetischen Ärzte motiviert, weiterhin ihre Heilkunde auszuführen, Kräuter zu sammeln, zu verarbeiten, anzuwenden und ihr Wissen auszutauschen. Gleichzeitig kann man versuchen, etwas westliche Medizin mit einzubringen, zum Beispiel Anästhesie beim Zahnziehen, Prävention usw.
Ladakhpartners ermöglicht Amchipatenschaften. Die Naturärzte erhalten die Möglichkeit, sich weiterzubilden. Ihre aktive Mitarbeit am Projekt ist Voraussetzung für die Fortführung der Patenschaft. Ladakhpartners vermittelt auch Patenschaften für Kinder, damit diese die Schule im Tal besuchen können und eine Zukunft haben.
Ladakhpartners leistet Unterstützungsarbeit. Es ist wichtig, dass der Hauptanteil von den Amchis selbst erbracht und das Erlernte weitergegeben wird. Die Menschen werden nicht abhängig gemacht von der Anwesenheit von Projektmitarbeitenden.